Wie hält man Mitarbeiter im Unternehmen? Sicher nicht mit Ketten, sondern über attraktive Unternehmensleistungen, Eigen­verant­wortung und Entwicklungsspielraum. Lesen Sie hier, was Sie als Arbeitgeber langfristig für Fachkräfte attraktiv macht - und in welchen Fällen jede Bemühung umsonst ist.

Mitarbeiterentwicklung - Top-Maßnahmen, Instrumente & HR-Tipps

Wenn es um gute berufliche Vorsätze fürs neue Jahr geht, nehmen sich Arbeitnehmer einer aktuellen Indeed-Umfrage zufolge viel vor. Ganz oben auf der Liste steht die Absicht, an der eigenen Karriere zu feilen – mit allem, was dazugehört. So wollen 44 % der Befragten 2018 mehr Projektverantwortung übernehmen und sich verstärkt im Job einbringen. Das zeigt, dass Arbeitnehmer ihr Potenzial oft nicht ausgeschöpft sehen und mehr wollen. Arbeitgeber müssen sich deshalb fragen, ob sie den Karrierewünschen ihrer Angestellten entsprechen können, um diese nicht zu verlieren. Doch wie sehen diese Wünsche im Detail aus?

Wunsch nach Entfaltung

Knapp die Hälfte der befragten Mitarbeiter geben an, 2017 nicht das Maximum aus Ihrem Job herausgeholt zu haben. Egal, ob es an den Rahmenbedingungen oder an der Motivation gelegen hat: In jedem Fall birgt dieser Umstand Frustrationspotenzial. Wo sich der Flow bei der Arbeit nicht einstellt, Entfaltung nicht zugelassen wird oder der Weg nach oben versperrt bleibt, schleicht sich auch der Zweifel am Arbeitsplatz ein. Bin ich hier richtig oder verschwende ich wertvolle Zeit, in der ich mich woanders bereits rapide entwickelt hätte? Lerne ich dazu oder bin ich zum Verharren in der immer gleichen Aufgabe gezwungen? Hilft mir mein Arbeitgeber bei meiner Weiterentwicklung oder liegt ihm nichts daran, mich auf die zukünftigen Anforderungen vorzubereiten? Kann ich mitgestalten und mich einbringen oder bin ich nur ein Befehlsempfänger, dessen Meinung nicht zählt? Viele Fragen also, die im Dialog beantwortet werden müssen.

Konkrete Tipps für Mitarbeiter­entwicklung anhand einer Umfrage

40 % der Befragten wollen 2018 offener und freundlicher auf ihre Kollegen zugehen, immerhin 34 % wollen im neuen Jahr auch den Umgang mit ihren Vorgesetzten vertrauensvoller gestalten. Das zeigt, dass Vertrauen und Wertschätzung in der Zusammenarbeit hoch im Kurs stehen. Dazu passt, dass die Trennung von Beruflichem und Privatem ebenfalls nicht mehr so scharf zu sein scheint wie in der Vergangenheit. So nehmen sich 38 % vor, nach Feierabend etwas mit ihren Kollegen zu unternehmen; 28 % geben sogar an, für ihre Karriere privat zurückstecken zu wollen, um besser voranzukommen. Work-Life-Balance ist trotzdem gefragt, denn jeder Zweite möchte nach Feierabend nicht mehr an Arbeitsthemen denken. Wenn es um den operativen Teil der Arbeit geht, wollen 32 % mehr an Meetings teilnehmen. 20 % sind stark interdisziplinär orientiert und interessieren sich für Meetings, die nicht unmittelbar ihre Projekte oder Arbeitsbereiche betreffen. Neben dem oben genannten Wunsch nach mehr Verantwortung wünschen sich 28 %, flexibler zu werden und im Home-Office zu arbeiten.

Top-Maßnahmen umsetzen und Instrumente nutzen

Zwar könnten viele dieser Vorsätze schnell wieder in Vergessenheit geraten; trotzdem ist es sinnvoll, sich als Arbeitgeber mit ihnen auseinanderzusetzen. Denn wenn sich Arbeitnehmer gehört und ernstgenommen fühlen, bedeutet das ein Plus an Loyalität und die Freisetzung ungenutzter Energien. Ein Grund also, Top-Maßnahmen für die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter zu implementieren. Werfen Sie also einen Blick auf das, was Sie als Unternehmen zu bieten haben und fragen Sie sich, wo Sie sinnvoll Angebote schaffen können, die Sie und Ihre Mitarbeiter gleichermaßen weiterbringen und zukunfts­fähig machen. So binden Sie mit richtigen Instrumenten Fachkräfte, die sich gleich­zeitig entfalten und einsetzen können.

Wieso haben wir trotzdem Fluktuation?

Finden Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen die Rahmenbedingungen für ihr Fortkommen, ziehen sie den Wechsel allenfalls aus persönlichen Gründen in Betracht. Vielleicht stimmt die Chemie nicht (mehr), oder die ganz individuellen Ziele bewegen den Einzelnen dazu, dem Unternehmen den Rücken zu kehren. Hier ist das Talent Management gefordert, schwelende Wünsche einzelner Mitarbeiter zu identifizieren und rechtzeitig zu reagieren. Will der Betreffende nicht gerade die Branche wechseln, einen grund­legenden Neuanfang wagen oder sich mit einer völlig anderen Idee selbstständig machen, ist in den meisten Fällen ein interner Wechsel denkbar, der dem Mitarbeiter wieder die Möglichkeit gibt, sich zu entwickeln und seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Welche HR-Instrumente für Mitarbeiter­entwicklung kann man nutzen?

Unter den Top-Benefits von Unternehmen finden sich unter anderem Fortbildungen, Gesundheitsmanagement, Vorbereitung auf Digitalisierung und Industrie 4.0, Work-Life-Balance, Home-Office, Weiterqualifizierung, faire Bezahlung und die innerbetriebliche Förderung. Welche Unternehmensleistungen sich Ihre Zielgruppe wünscht und wie Sie diese am besten kommunizieren, verraten wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. Sprechen Sie uns an.

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