Mobile Searching hat sich bei der Jobsuche fest etabliert, Active Sourcing wird um Videobewerbungsportale und Reverse Job Marketplaces erweitert – und die Employer Reputation tritt immer mehr in den Mittelpunkt erfolgreichen Personalmarketings. Wie man die Orientierung im Recruiting-Dschungel behält, erfahren Sie hier.

Recruiting-Trends – Mobile Recruiting, Active Sourcing & Co.

Die Zeit der großen Trends scheint vorbei. Nicht jeder kam, um zu bleiben. Viele „Trends“ sind nur von kurzer Dauer, Ihre Halbwertszeit im Recruiting überschaubar.

Nachhaltige Recruiting-Entwicklungen

Deswegen beleuchten wir heute, welche nachhaltigen Entwicklungen Sie auf dem Schirm haben sollten, wenn es Ihnen um Themen geht, die auch in einigen Jahren noch von Bedeutung sein werden.

Mobile Recruiting & Mobile Searching – Smartphone und Tablet auf Siegeszug

Unser erster Trend macht Stellenanzeigen flexibel. Mobile Recruiting ist nun bereits ein paar Monde unterwegs, um in den Jagdgründen die Fachkräfte zu gewinnen, die sich bei jeder Gelegenheit mit Smartphone und Tablet informieren, welcher Karriere-Step ihr nächster ist. Im ersten Moment werden Sie sagen, dass Studien beweisen, dass die mobile Bewerbung bisher noch wenig relevant ist. Wir entgegnen: Die Zeit für den umfassenden mobilen Recruiting-Prozess von der Stellensuche bis zum Abschluss der Bewerbung ist noch nicht gekommen. Was aber bereits zur festen Größe im Personalmarketing-Mix geworden ist, ist das sogenannte Mobile Searching. Jobsuchende erwarten mobiloptimierte Stellenanzeigen, die Sie mit ihrem mobilen Endgerät betrachten, bedienen und durchforsten können.

Hier verschaffen sich Unternehmen mit responsivem Anzeigendesign und einwandfreier Candidate Experience Pluspunkte und den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei mobilaffinen Kandidaten. Auch wenn die Bewerbung noch immer meist vom Laptop oder Desktop-PC aus versendet wird, bedeutet die Optimierung für die mobile Suche eine Erleichterung, die Bewerber überzeugt.

Active Sourcing – eine alte Recruiting-Größe

Noch ein „alter“ Bekannter: Active Sourcing. Spieß umdrehen und profitieren? Große Jobbörsen wie Jobware oder Netzwerkbörsen wie XING bieten schon lange Fachkräfte-Datenbanken, die von Unternehmen durchsucht werden können. Leider vermissen viele Nutzer, die dort ihre Daten hinterlegt haben, das nötige Feingefühl der Recruiter auf Firmenseite. Spöttisch als Active Stalking bezeichnete Auswüchse, also das undifferenzierte oder zu hartnäckige Überschütten vermeintlich passender Fachkräfte mit nervigen weil unpassenden Anfragen und Jobangeboten, lässt die aktive Ansprache von Kandidaten leiden – ja bringt sie sogar in Verruf.

Die Konsequenz: Die Attraktivität sinkt, damit auch die Qualität der Datenbanken. Diese werden nur von den Nutzern gepflegt, wenn Sie Nutzen und Mehrwert darin sehen, nicht aber, wenn automatisierte, unpersönliche Massenanfragen auf sie einprasseln, mit denen sie nichts anfangen können. Hier bleibt abzuwarten, wie sich der Markt in Zukunft entwickelt. Doch es gibt auch neue Entwicklungen, die aus der Active-Sourcing-Idee entstanden sind und den Spirit weiterführen.

Bewerber-Recruiting spiegelverkehrt

Zum Beispiel Reverse-Job-Marketplaces. Nichts Neues sagen Sie? Sicher, man kann die Übergänge zum Active Sourcing als fließend bezeichnen – doch das greift zu kurz. Active Sourcing beschränkt sich in der Regel auf harte Fakten, die recht unpersönlich abgefragt werden, um in eine Matrix zu passen, die wiederum aus einem vorgefertigten Set von Fragen entsteht. Nun fragen wir Sie: Sind Ihre Stellenanzeigen auch so? Nutzen Sie für Online- und Printanzeigen auch einen reinen Ausschreibungsstil, der keine Rückschlüsse auf den genauen Charakter des Jobs und die Qualitäten Ihres Unternehmens ziehen lässt? Nein? Sehen Sie?

Genau hier setzen Reverse-Job-Marketplaces an. Sie lassen Fachkräften eine neue Freiheit zur Selbstdarstellung. Das ist auch nötig, denn Unternehmen stellen schließlich nicht Qualifikationen und Daten ein, sondern Persönlichkeiten mit Drive. Und wie erkennt man Persönlichkeiten und Ihr Können am besten? Richtig, durch authentische Präsentation, die darauf schließen lässt, was ein Mensch mit seinen Talenten in einem bestimmten Umfeld bewirken kann. Neben klassischen Jobbörsen bringen sich also neue Konzepte in Stellung, die als Bereicherung verstanden werden müssen, denn sie schließen die Lücke für all die, denen eine klassische Bewerbung bei einer Auswahl Unternehmen für inadäquat halten.

Hier wird nicht nur das Prinzip umgedreht, es werden im selben Schritt neue Medien fest eingebunden. Die Plattform metru zum Beispiel ermöglicht es Bewerbern, sich fernab von listenhaften Lebensläufen und gekünstelten Anschreiben einfach in Form authentischer Bewerbungsvideos den Unternehmen vorzustellen. Registrierte Unternehmen können dabei auf eine Vielzahl von Videobewerbungen zugreifen und aus diesem Pool die Bewerber mit dem besten Professional oder Cultural Fit auswählen. Die klassische Stellenwerbung verdrängt diese neue Form der Personalgewinnung sicher nicht, aber sie stellt auf jeden Fall einen Weg dar, der beschritten werden muss, um hier vertretene Fachkräfte für sich zu gewinnen. Halten Sie sich nur einmal vor Augen, welche von den dort aktiv gefundenen Fachkräften sich nie auf eine Ihrer Stellenanzeigen beworben hätten, weil sie diese aufgrund ihrer Suche oder eines bestimmten zeitlichen Korridors nicht gesehen hätten.

Arbeitgebermarke mit Employer Branding stärken

Stellenbörsen, egal ob vorwärts oder rückwärts gedacht, sind aber noch lange nicht der alleinige Schlüssel zum Erfolg. Gerade in Zeiten von Empfehlungsmarketing ist es eminent wichtig, den Ruf des eigenen Unternehmens im Internet und anderswo im Blick zu haben. Ein gutes Employer Branding ist nämlich nichts ohne eine gute und glaubhafte Employer Reputation. Eilt Ihrem Unternehmen ein guter Ruf voraus, klappt es auch mit dem Social Recruiting. Wo man gern arbeitet, empfiehlt man auch gerne guten Gewissens bekannte oder befreundete Fachkräfte hin, ohne zu zögern. Lassen Sie also einfach Ihr Unternehmen für sich sprechen – die Anziehungskraft eines attraktiven Arbeitgebers tut dann das Übrige.

Außerdem wird so aus Ihrem Recruiting ein Selbstläufer: Gute Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, werben passende Mitarbeiter, die ebenfalls in der Arbeitsumgebung aufgehen – und so weiter. Hier geht es also nicht um Buzzwords oder Trends, sondern um Maßnahmen, die dauerhaft auf den Recruiting-Erfolg von Unternehmen einzahlen – und gleichzeitig für Mitarbeiterbindung sorgen. Denn je besser Unternehmen und Mitarbeiter zusammen­passen, desto eher wird aus dem Arbeitsverhältnis eine langjährige Beziehung.

Recruiting neu denken

Nichts Neues sagen Sie? Ist auch unsere Meinung. Denn nah am Bewerber dran zu sein ist schon lange das Gebot der Stunde. Neu ist nur, dass Bewerber heute sehr viel mehr Wert darauf legen, dass Unternehmen all das beherzigen, was sie selbst von Bewerbern fordern: Information, Vernetzung und Know-how. Eben deshalb ist es an der Zeit, auch alte Pfade neu zu gehen, um die Heraus­forderung Recruiting neu zu denken. Sie brauchen weitere Anregungen? Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf – wir beraten Sie gerne!

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