Stellenanzeigen sind weiterhin das Mittel der Wahl für die meisten Recruiting-Anforderungen. Warum? Weil Jobsuchende schlichtweg erwarten, dass offene Stellen von Unternehmen in Jobbörsen und Anzeigenrubriken von Printformaten beworben werden. Doch Stellenanzeige ist nicht gleich Stellenanzeige. Aussagekräftig, aktivierend und auf den Punkt muss sie sein. Wie Sie das erreichen, erfahren Sie hier!

Stellenanzeigen-Tipps & Bewerberansprache - Jobtitel, Layout, Call-to-Action und... texten

Stellenanzeigen bleiben relevant: Auch im Jahr 2017 ist das an­zei­gen­gestützte Recruiting ein zentraler Stützpfeiler der Personal­gewinnung.

Wichtigste Optimierungsstipps

Wir fassen für Sie deshalb unsere drei wichtigsten Optimierungstipps für Ihre Veröffentlichungen in Jobbörsen zusammen – und geben am Ende des Textes einen Hinweis zu einer passenden Fachveranstaltung.

Mit dem passenden Jobtitel gefunden werden

Die schönste Stellenanzeige bringt nichts, wenn sie online nicht gefunden wird. Relevant für die Auffindbarkeit ist insbesondere der Jobtitel: Er sollte aussagekräftig sein und dem Begriff, den Ideal­kandidaten bei ihrer Suche eingeben, möglichst nahe kommen.

Leider machen viele Arbeitgeber den Fehler, ihre Titel sehr vage zu formulieren. Ein Beispiel:

  • Der Recruiter eines Pflegedienstleisters sucht eine/n erfahrene/n Krankenpfleger/in als „Teamleitung“.
  • In der Ausschreibung nutzt er als Positionstitel „Teamleitung“. Dieser Titel gibt zwar Aufschluss über die Hierarchieebene, verrät aber keine fachlichen Details.
  • Das Fatale: Die Zielgruppe sucht keine allgemeine Herausforderung als „Teamleiter/in“, sondern konkreter nach „Teamleitung Krankenpflege“.
  • Die Folge: Idealkandidaten finden Anzeigen mit aussagekräftigeren Stellentiteln deutlich früher als unsere Beispielanzeige. Diese geht in der Menge an „Teamleitungs“-Positionen – vom Call Center bis zum Maschinenbauunternehmen – unter.

Nutzen Sie also den Stellentitel, um Bewerbern konkrete Anhaltspunkte zu der ausgeschriebenen Position zu geben. Ergänzen Sie bei Ingenieuren/-innen die gesuchte Fachrichtung, bei Sachbearbeitern/-innen den beruflichen Schwerpunkt. Darüber hinaus bietet es sich bei vielen Positionen an, Berufsausbildungen in den Stellentitel aufzunehmen: „Jurist/in als Leitung Personal“, „Bürokauffrau/-mann als Assistenz der Geschäftsführung“, „Elektroingenieur/in als technische Leitung Facility Management“.

Mit zielgruppengerechten Stellenanzeigen-Layout begeistern und… Call-to-Action!

Hat ein Kandidat eine Stellenanzeige geöffnet, muss er innerhalb weniger Sekunden davon überzeugt werden, dass sich eine genaue Lektüre lohnt. Ein gutes Layout lenkt deshalb gezielt die Aufmerksamkeit des Lesers: Wenn die Bildsprache die richtigen Emotionen weckt, der Textsatz die wichtigsten Informationen auf übersichtliche Weise präsentiert und der Call-to-Action prominent hervorgehoben wird, erhöht das die Recruiting-Chancen!

Eye-Tracking-Studie für Ihre Stellenanzeige

Wichtige Anhaltspunkte für die Gestaltung von Stellenanzeigen gibt die Eye-Tracking-Studie der Firma Jobware, die das Leseverhalten von Bewerbern systematisch untersucht hat. Demnach empfiehlt es sich, Bilder und Slogans als Türöffner für Bewerber/innen zu nutzen und im Header unterzubringen. Der Jobtitel sollte sich ebenfalls weit oben befinden und gut lesbar sein. Zudem gilt es, Bewerbern die Lektüre möglichst leicht zu machen: durch angenehme Schriftgrößen, klare Kontraste und die Hervorhebung von Überschriften und Schlüsselbegriffen. Darüber hinaus sind zweispaltige Texte einfacher zu lesen als einspaltige. Und auf Aufzählungen, die länger als fünf Bullet Points sind, sollten Recruiter grundsätzlich verzichten.

Wie genau Sie Ihre Anzeige ausgestalten, hängt natürlich immer auch von der ausgeschriebenen Position und der anvisierten Zielgruppe ab. Auch zu diesen Themenbereichen hält die Eye-Tracking-Studie einige wertvolle Informationen bereit – ein Download lohnt sich also.

Stellenanzeigen gekonnt texten

Hat das Anzeigenlayout zum Lesen eingeladen, kommt den Texten die Funktion zu, Bewerber/innen vom Arbeitgeberangebot zu überzeugen. Hier kommt es vor allem darauf an, den passenden Ton zu treffen. Ingenieure/-innen bevorzugen in der Regel einen sachlichen, knappen Stil, während die Sprache für Kampagnen in Pflegeberufen emotionaler ausfallen kann. Auch die Altersstruktur der Zielgruppe spielt eine Rolle: Schüler/innen haben andere Informationsbedürfnisse als Professionals, die die Arbeitswelt bereits seit vielen Jahren kennen.

Recruiting professionell: Grundregeln der Bewerberansprache

Zudem gibt es einige Grundregeln der Bewerberansprache, die für fast sämtliche Zielgruppen gelten.

  • Die meisten Menschen wünschen sich, in Ihrem Beruf eine sinnvolle Aufgabe zu erfüllen. Viele Tätigkeitsprofile in Stellenanzeigen bestehen jedoch aus vielen fragmentarischen Einzelaspekten. Versuchen Sie, auf kleinteilige Beschreibungen zu verzichten, um stattdessen in Ihren Stellenprofilen das „große Ganze“ darzustellen.
  • Eine gute Anzeige nutzt eine aktivierende Sprache. Das gelingt am besten mit Hilfe von Verben, die den Anzeigentext lebendig machen. In der Praxis wird jedoch häufig der Nominalstil eingesetzt, der eine gegenteilige Wirkung erzielt. Machen Sie es besser als Ihre Mitbewerber! Denn der Satz „Sie planen Ihre eigenen Projekte und realisieren diese selbständig“ klingt schöner als die bürokratische „eigenverantwortliche Planung und Durchführung von Projekten“.
  • Lange Qualifikationsprofile wirken ermüdend. Versuchen Sie, thematisch verwandte Punkte sinnvoll zusammenzufassen, und nutzen Sie für Ausbildung, Fachkenntnisse und Soft Skills jeweils nur einen Bullet Point.
„Club der Gleichen“-Studie

Darüber hinaus sind Allgemeinplätze und Floskeln unbedingt zu vermeiden. Die Studie „Club der Gleichen“ bietet gerade zu diesem Aspekt eine ganze Reihe interessanter Ansätze und ist Pflicht­lektüre für jeden Recruiter.

 
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